head Ueber uns

Unser Leitbild

„Jenseits von Richtig und Falsch liegt ein Ort, dort treffen wir uns“

ist ein Zitat aus einem Buch von Marshall B. Rosenberg, in dem es um gewaltfreie Kommunikation und eine positive und kreative Haltung zum Leben geht. Gemeint ist damit, dass das Verurteilen von Verhaltensmustern kein effizienter Weg zur Veränderung ist, dass Verhalten subjektiv immer einen Sinn ergibt und Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse und von Orientierungslosigkeit ist.

Die Ergründung unerfüllter Bedürfnisse in Verbindung mit der Orientierung an den Ressourcen, Kompetenzen und Fähigkeiten des Individuums sind zielleitend, um angemessene und anerkannte Handlungsalternativen zu ermöglichen und festgefahrene Verhaltensmuster zu durchbrechen.

Die Aufforderung zur Partizipation, die schrittweise Übernahme von Verantwortung und das Erfahren von Selbstwirksamkeit wird sukzessive ermöglicht. Dabei geben persönliche Wertschätzung und Orientierung den handlungsleitenden Rahmen, wohl wissend, dass pädagogische Inhalte nur über eine gelingende Beziehung transportiert werden können.

Die von uns betreuten Menschen benötigen und suchen Orientierung, um Wertvorstellungen zu festigen oder zu internalisieren. Dies gelingt nicht ohne Auseinandersetzung mit sich und anderen. Unangemessenes Verhalten und dessen Auswirkungen, Selbst- und Fremdeinschätzung und soziale Beziehungen im Allgemeinen werden kritisch und kreativ reflektiert.

Sechs Leitsätze bestimmen das Handeln in den Einrichtungen von Haus Norderhofenden:

1) Individualität im Verhalten ist normal
• Individuell im Verhalten zu sein, bereitet oft nicht nur der Gesellschaft Schwierigkeiten, sondern auch dem durch individuelles Verhalten bestimmten Menschen selbst.
• Individuell im Verhalten zu sein, ist nicht schlimm.
• Individuell im Verhalten zu sein heißt, auch andere dürfen dies sein.
• Individuell im Verhalten zu sein heißt nicht, tun und lassen zu können, was man will.
• Individuelles Verhalten heißt Vielfalt.
• Individuelles Verhalten ist normal!

2) Einbeziehen – nicht ausgrenzen
Das Ausgrenzen von Menschen mit oder ohne Behinderung – ob jung oder alt –  und das Verurteilen von Verhaltensmustern ist kein geeigneter Weg zur Veränderung.  

3) Wahrnehmen – Ressourcen erkennen
Verhalten ergibt subjektiv immer einen Sinn und ist ein Ausdruck von Bedürfnissen und Empfindungen. Der junge wie erwachsene Mensch muss wahrgenommen und seine Ressourcen entwicklungsfördernd genutzt werden.

4) Gegenseitig mit Respekt begegnen – Rahmenbedingungen setzen
Persönliche Wertschätzung und Orientierung bilden den handlungsleitenden Rahmen sozialpädagogischer und sozialpsychiatrischer Inhalte. Eine gelingende Beziehungsarbeit setzt einen gegenseitigen respektvollen Umgang voraus.

5) Horizonte öffnen – Begrenztheit verstehen
Erlebnis- und handlungsorientierte Maßnahmen eröffnen die Möglichkeit, zu neuen Horizonten (Zielen) aufbrechen zu können, d.h. erlernte Verhaltensmuster überwinden helfen, neue Verhaltens- und Sichtweisen von der Außenwelt und sich selbst auszuprobieren und die eigene Begrenztheit verstehen.

6) Fördern und fordern
Das heißt auch – unter Einsatz größtmöglicher Anstrengung –  zu neuen Handlungsweisen, Werthaltungen und Problemlösungsstrategien ermuntern und diese einfordern.

> Nach oben
> Zurück

Abstand
Ueber uns Leistungsspektrum Unser Leitbild Organisationsstruktur Mitgliedschaften Qualitaetsstandards Aktuelles Kontakt Kinder- und Jugendhilfe Eingliederungshilfe Start
Impressum